Stoßwellentherapie

Stoßwellentherapie

Stoßwellentherapie-Wirkung1

Stoßwellen sind starke akustische Druckwellen (Knallwellen).Die im Gerät produzierte Druckwelle wird über den Applikator an der betreffenden Körperstelle (z.B. Ferse, Knie, Hüfte etc.) in den Körper eingeleitet. An der zu behandelnden Stelle wird die Energie freigesetzt. Durch den Einfluss dieser Energie kommt es im Gewebe zu einer Ausschaltung chronischer Schmerzen (Unterbrechung des Schmerzreflexkreises). Weiters werden Entzündungsprozesse unterbrochen und die Gewebedurchblutung verbessert. Die Ausschüttung von Wachstumsfaktoren und Aktivierung von Stammzellen beschleunigt die Geweberegeneration (Sehnenansätze, Muskelgewebe).

Stoßwellentherapie Behandlung

Üblicherweise werden 3 Behandlungen im Abstand 2von 1 Woche durchgeführt. Das Ansprechen auf die Behandlung ist unterschiedlich. Viele Patienten berichten über einen unmittelbar schmerzstillenden Effekt.  Im Verlauf kann aber eine anfängliche Verschlechterung auftreten. Um den vollen Behandlungserfolg zu beurteilen soll nach der 3. Behandlung 2-3 Wochen abgewartet werden.3

 Die Geweberegenration benötigt Zeit! Je nach Beschwerdebild muss dann über die Folgetherapien z.B. Physikotherapie, Heilgymnastik entschieden werden. Fallweise wird eine 4. und 5. Stoßwellentherapie durchgeführt. Insbesondere bei Fersenschmerzen, Tennisellbogen und Schulterbeschwerden gelingt es so, Operationen zu vermeiden.

 

Stoßwellentherapie Behandlungsverlauf

Die Behandlung kann immer ambulant durchgeführt werden. Eine Behandlungssitzung dauert ungefähr 10 Minuten. Lokale Betäubungen oder Narkosen sind NICHT(!) erforderlich und für den Behandlungsverlauf sogar unvorteilhaft. Bei richtiger Anwendung ist die Behandlung schmerzarm.

Die Stoßwellenbehandlung ist sehr gut verträglich und eigentlich ohne Nebenwirkungen. Fallweise werden, je nach Gewebetyp, kleinere Blutergüsse beobachtet (sehr selten). Nach den  Behandlungen kann es manchmal zu einer vorübergehenden Verschlechterung der Beschwerden kommen. Das wirkt sich aber auf das Endergebnis nicht negativ aus.

 

Der Tennisellbogen

Ein schmerzhaftes Überlastungssyndrom 4des Sehnenansatzes der Handstreckmuskulatur am Ellbogen.
Die Schmerzen strahlen meist in den Unterarm aus, schon kleine Belastungen können heftige Beschwerden verursachen (z. B. Händeschütteln, Tasse aus dem Schrank nehmen etc.) Allzumeist finden sich Überlastungen als Ursache. Tennisspiel ist nur eine Möglichkeit, häufiger sind es Belastungen in Beruf z. B. permantentes Verwenden einer Computermaus, Schneidearbeiten im Garten, also chronische Überlastungen.

Die Behandlung sollte primär konservativ erfolgen. Schonung, kühlende Umschläge, Salben und Gels, Physikotherapie, Kräftigung und Dehnung der Unterarmmuskulatur. Kortisoninjektionen bringen nur einen kurzen Erfolg und sind für die Sehnenansätze langfristig schädlich.

Die Stoßwellentherapie hilft die Abheilung deutlich zu beschleunigen. Mit 3 Anwendungen sind 80% der Patienten deutlich gebessert. Die Operation kann mit dieser Behandlung in den allermeisten Fällen verhindert werden.

 

Schulterschmerz/Kalkschulter

Schmerzen im Bereich der Schulter können 5verschiedenste Ursachen zugrunde liegen. Häufig finden sich Entzündungen und Verkalkungen in der Sehnenmanschette der Schulter. Die Schmerzen sind häufig unangenehm bis heftig und strahlen in den Oberarm oft bis in den Ellbogen aus. Charakteristisch leiden die Patienten oft unter einem Ruheschmerz – auch nächtlich, der Schlaf ist gestört. Eine sorgfältige Untersuchung sichert die Diagnose und schließt andere Ursachen (z. B. Sehnenrisse oder Veränderungen im Schultereckgelenk aus).

Die Behandlung ist zuerst immer konservativ. Kurzfristige Schmerzmedikamente , kühlende Umschläge, Schmerzinfiltartionen und Heilgymnastik zur Balanzierung der Muskulatur des Schultergürtels sowie Physikotherapie sind Eckpfeiler der Therapie.

Die Stoßwellentherapie beschleunigt das Abheilen der Sehnenentzündung und Aufsaugen (Resorption) der Sehnenverkalkung. 3 Behandlungen im Abstand von 1 Woche ergeben eine Erfolgsrate von 70-80%. Eine Operation des Kalkherdes kann meistens verhindert werden.

 

Der Trochanterschmerz der Hüfte

Ähnlich der Schulter können die 6Sehnenansätze an der Hüfte schmerzhaft verändert sein. Überlastungen, Abschwächung, Fehlsteuerung der Muskulatur des Beckengürtels, Beinlängendifferenzen sind häufige Ursachen. Eine genaue Untersuchungen soll Zusammenhänge mit Wirbelsäulenbeschwerden oder Ursachen aus dem Hüftgelenk ausschließen. Schmerzen beim Stiegensteigen, Bergauf oder Bergabgehen und lokaler Druckschmerz sind typische Symptome. Oft berichten die Patienten auch über Schmerzausstrahlung über die Oberschenkelaußensiete fallweise sogar bis in den Unterschenkel.

Die Behandlung ist zuerst immer konservativ. Lokale Infiltrationen, Physikotherapie, Heilgymnastik, Beinlängenausgleich sind wichtige Eckpfeiler der Therapie.

Die Stoßwellentherapie beschleunigt das Abheilen und die Regeneration der Sehnenansätze deutlich. Meistens kann mit 3 Behandlungen im Abstand von 1 Woche das Auslangen gefunden werden.

 

Der Fersensporn

Eine schmerzhafte Entzündung- Überlastung 7eines Bandansatzes oder Sehnenansatzes an der Ferse ist Ursache für oft heftige Belastungsschmerzen. Die Patienten sind oft deutlich in Ihrer Mobilität eingeschränkt. Am heftigsten sind die Beschwerden oft nach dem Aufstehen. Eine genaue Untersuchung des Fußes und ein Röntgenbild bestätigen die Diagnose oder schließen andere Ursachen aus. Die Behandlung ist überwiegend konservativ. Einlagenversorgung kühle Umschläge, Dehnungsübungen und lokale Infiltartionen sind die ersten Maßnahmen. Wenn sich keine Besserung einstellt rate ich schon bald zur Stoßwellentherapie, um eine Schmerzchronifizierung zu vermeiden.

Die Stoßwellentherapie wird 3 mal im Abstand von 1 Woche durchgeführt. 80% der Patienten kann damit gut geholfen werden. Fallweise sind weitere Behandlungen erforderlich.

 

Der Achillessehnenschmerz

Schmerzhafte Entzündungen der 8Achillessehne beinträchtigen die Mobilität häufig deutlich. Betroffen sind alle Anteile der Sehne vom Übergang im Bereich der Muskulatur – in der Mitte der Wade -bis zum Ansatz an der Ferse. Häufig treten auch Verdickungen der Sehne auf. Überlastungen, Fehlsteuerungen der Muskulatur und sich summierende kleine Verletzungen bei sportlicher Betätigung sind häufige Ursachen. Mit der Behandlung soll nicht lange gezögert werden. Chronische Veränderungen und Verdickungen ziehen eine erhöhte Sehnenrissgefahr nach sich. Physikotherapie, Einlagenversorgung, lokale Therapie mit Friktionsmassage sowie Dehnenungsübungen und exzentrisches Krafttraining sind wichtige Behandlungsbestandteile. Von Kortisoninfiltartionen soll Abstand genommen werden, das Sehnengewebe könnte dadurch negativ beeinflusst werden.

Die Stoßwellentherapie kann hier wertvoll wirken. In der Sportmedizin wird sie deshalb bei diesen Beschwerden häufig eingesetzt. Auch hier sollen 3 Behandlungen im Abstand von 1 Woche angewendet werden. Die anschließende Muskelkräftigung ist besonders wichtig.

 

Das Patellaspitzensyndrom/Schmerzhafte Sehnenansätze am Kniegelenk

Besonders beim Sportler sind die 9Sehnenansätze an den Kniegelenken häufig überlastet. Schmerzhafte Überlastungsreaktionen der Sehnenansätze um die Kniescheibe stehen dabei im Vordergrund. Die Belastbarkeit wird dadurch deutlich beeinträchtig. Springen, Bergabgehen, Laufen, Aufstehen aus der Hocke provozieren den Schmerz meistens. Eine genaue Untersuchung zur Aufklärung der Ursachen, wie Muskeldysbalancen, Kniescheibenfehllauf, Achsenfehlstellungen, Fußfehlstellungen etc. sind obligat. Die Behandlung soll konsequent erfolgen. Die durch den Schmerz erzwungene Schonung verschlechtert die Muskelkraft wodurch die Sehnenansätze weiter überlastet werden. Physikotherapie, lokale Behandlungen , Muskeldehnung und Kräftigung sind die Basisitherapie.

Die Stoßwellentherapie soll aus meiner Sicht hier früh zum Einsatz kommen um den negativen Kreislauf aus Schmerz, Schonung und Muskelabschwächung schnell zu durchbrechen.

Wirbelsäulensyndrome

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Triggerpunktbehandlung

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Schienbeinkantensyndrom

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